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Jüdischer Friedhof Lisberg

Gang über den jüdischen Friedhof in Lisberg „Bet-ha-Chajim“ – „Haus des Lebens“ – so nennen Juden den Friedhof. Am 14. Juni 206 fand auf dem jüdischen Friedhof in Lisberg eine Führung statt, an der 25 Personen teilnahmen. Vor dem Eingangstor gab es zunächst Informationen zur Lage des Begräbnisplatzes sowie den Anfängen der Bestattungen. 1739 wurde die erste Tote hier begraben. Da lag der Friedhof noch im Wald und nicht so gut sichtbar auf dem Hügel wie heute. Die jüdischen Einwohner der Orte Lisberg und Trabelsdorf beerdigten ihre Toten auf dem kleinen Areal, das heute 145 Grabsteine bzw. Fragmente aufweist. Nach der Besichtigung des Taharahauses, von dem nur noch die Grundmauern stehen, wurden einzelne Grabsteine intensiver betrachtet und die Biographien der Verstorbenen erzählt. Zum Abschluss gedachten alle auch der in der Shoa ermordeten jüdischen Bürgerinnen und Bürger, deren Namen Frauke Hansen vorlas, bevor Dr. Michael Bergrab das Totengebet, das Kaddish, vortrug. Anschließend hatten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, durch das Niederlegen von Steinen auf den Grabmälern individuell der Verstorbenen zu gedenken. Dr. Christa Horn
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